Beliebtester Gin

Weltweit gibt es angeblich weit über tausend verschiedene Gin-Sorten, genaue Zahlen sind nicht bekannt. Wie soll man sich da festlegen?

Ist alles also reine Geschmackssache…? Ja, ist es – und einige Gins schmecken einfach besser als andere. Oder haben ein pfiffigeres Marketing. Oder sie haben etwas an sich, was Bestseller stets von der Mittelmäßigkeit unterscheidet: Das gewisse Etwas, das nicht benannt werden kann.
Es gibt klar favorisierte Sorten beim Gin, die am meisten gekauft, ausgeschenkt, gemixt und genossen werden.

Versuchen wir es einmal mit einer Top-10-Liste, die willkürlich sein mag in ihrer Reihenfolge, aber eine Reihe der beliebtesten Gins aufführt:

Unter den ersten Plätzen findet sich der Hendrick’s Gin, der zum Inventar jeder guten Bar gehört. Ein echter Schotte, der nicht nach Gin schmeckt und das auch nicht soll. Rosen- und Gurkenaromen machen den milden, fast wässrigen Geschmack aus. Die perfekte Wahl für einen Gin & Tonic mit Gurke.

Mit dem Bombay Sapphire reiht sich ein würziger Gin ganz vorne ein, bei dem Noten wie Koriander und Kubebenpfeffer geschmacklich tonangebend sind. Überzeugt auch in Design und Aufmachung.

Spanien hat bezüglich Gin auch etwas los. Das beweist der Gin Mare mit seinem mediterranen Flair aus Rosmarin und einer leichten Thymiannote. Ein ebenfalls würziger Wacholderschnaps mit hohem Wiedererkennungswert.

Jetzt kommt Deutschland ins Spiel: Der Monkey 47 aus dem Schwarzwald war ein Senkrechtstarter vor einigen Jahren. Im Jahre 2011 wurde er zum besten Gin der Welt gekürt. Seine ungewöhnlichen, komplexen Aromen aus 47 Botanicals machen ihn unverwechselbar. Ein floraler Gin, der markant im Geschmack ist.

In puncto Gin hat auch die USA etwas zu bieten: Nämlich den Bulldog Gin, der mit süßlichen und weichen Noten den Gaumen verwöhnt.
Mit seinen Zitrusnoten punktet ein britischer Gin: Der Tanqueray No. Ten. Er ist ein Jüngling aus gutem Hause, nämlich aus der traditionellen “Charles Tanqueray & Co. Destillery London“. Das Premiumprodukt wird vierfach destilliert, was ihm ein feines Bouquet verleiht.

Echt deutsch kommt Siegfried Rheinland Dry Gin daher – er spielt mit der Mythologie des Nibelungenliedes und dessen Held Siegfried. Neben Wacholder hat die Blüte der Linde geschmacklich eine Vorreiterrolle. Beim renommierten „World Spirits Award“ wurde Siegfried vor wenigen Jahren mit der „Double Gold“-Medaille ausgezeichnet – und damit zum besten deutschen Gin gekürt, der in good old Germany je produziert wurde.

Noch ein Heimat-Gin ist der Ferdinand’s Dry Gin. In ihm ist das florale Aroma mit den Noten eines Riesling kombiniert. Die Riesling-Infusion macht etwa 1 – 3 Prozent aus und sorgt für eine besondere geschmackliche Wiedererkennung des Gins. Kombiniert mit einem zurückhaltenden Tonic kann er nur haushoch gewinnen.

Der Gin Sul ist ein hanseatisches Produkt, typisch Hamburg also. Mit seinen feinen Zitrusnoten, die hauptsächlich aus der portugiesischen Zitrose herrühren, hat der Gin ein Geschmacksprofil, das man wiedererkennt. Aktuell ein echter Trendsetter, denn seine elegante Wacholdernote und sein mediterraner Flair sorgen nicht nur in seiner Heimat für hohe Beliebtheitswerte.

2017-10-18T10:46:58+00:00